Das Rauchen nicht mehr zum Gebaren eines Gentlemans zählt, sondern als
krankmachende Abhängigkeit zu sehen ist, ist schon seit vielen Jahren bekannt. Doch werden erst jetzt auch
hierzulande die Auswirkungen offensichtlich. So müssen Raucher in immer mehr Bereichen auf ihre Krücke, die
Zigarette, verzichten. Während rauchen früher noch als chic galt, so wird es heute zunehmend geächtet.
Insbesondere in gesellschaftlichen Berufen sind Nichtraucher zunehmend gefragt. Also in allen Berufen, in denen man
persönlich in Kontakt mit anderen Menschen tritt, um ihnen etwas anzubieten und zu verkaufen. Insofern schwindet
die Zigarette auch zunehmend aus den Büros der Fondsvermittler. Häufig muss man als Fondsvermittler mit Anlegern
und Anbietern in Kontakt treten. Da Rauchen in zunehmendem Maße aber auch mit Ungepflegtheit in Verbindung gebracht
wird, ist es bei solchen geschäftlichen Anlässen häufiger leichter, als Nichtraucher aufzutreten. Und einen
gepflegten Eindruck sollte man schon machen, wenn man mit Kunden und Interessenten in Kontakt treten will. Was
nützt der beste Anzug, wen er riecht als ober durch einen erkalteten Aschenbecher geschliffen worden wäre. Und vom
Nikotin gelb gefärbte Finger machen das Händeschütteln auch nicht unbedingt schöner. Es ist also davon auszugehen,
dass namhafte Fondsanbieter (wie KGAL, Lloyd Fonds etc.) in Zukunft vermehrt darauf achten werden, ob ein Bewerber
raucht oder nicht.
Raucher gegen
Nichtraucher
Gerade im Verkaufgespräch ist richtiges und sauberes
Auftreten unabdingbar. Als Raucher nimmt man viele Nachteile in Kauf, die ein solches Auftreten durchaus
erschweren. Selbst wenn man nicht so viel und/oder nur an der frischen Luft raucht, kann die Abhängigkeit vom
Nikotin das eigene Auftreten empfindlich stören. Gegen Mundgeruch und Rauchgestank mögen Tic Tac und frische Luft
helfen. Aber was ist mit dem Drang zu rauchen? Diesen Drang kennt nur der Raucher! Jeder ehemalige Raucher kann
bestätigen, dass es nichts Besseres gibt am Dasein als Nichtraucher, als von diesem Drang frei zu sein. Doch ein
Raucher spürt, auch wenn er dem nicht Folge leisten muss, nach jeder halben Stunde langsam aber sicher die
Alarmglocke schrillen. Ist das nicht ein Störfaktor? Man hat ein (möglicherweise mühseliges) Verkaufsgespräch, will
seine Sache gut machen und einen Anleger gewinnen. Doch kann man wirklich hundertprozentig bei der Sache sein, wenn
einem ständig die Nikotinsucht im Nacken sitzt? Wäre es nicht leichter ohne diesen Drang?
Man muss sich bewusst machen, dass Raucher alle aus demselben Grund rauchen: der Nikotinsucht. Diese Sucht nach
Nikotin erzeugt schnell Entzugserscheinungen, da Nikotin nur eine sehr geringe Halbwertszeit hat. Gleichzeitig ist
die Intensität dieser Entzugserscheinungen lächerlich gering. Selbst ein Kettenraucher wird nie die körperlichen
Entzugserscheinungen bewusst als solche erleben und sie als schwer empfinden. Das, was Raucher allenfalls merken,
ist das “etwas“ fehlt (deswegen wird das Gefühl auch häufig mit Hunger in Verbindung gebracht). Der Griff zur
nächsten Zigarette wird getätigt und dieses Ritual wird meist mit verschiedenen Alltagshandlungen (Weg zur Arbeit,
nach dem Essen etc.) in Verbindung gebracht. Und dieses Ritual des Rauchens ist Motor der psychischen Abhängigkeit.
Die körperliche Sucht an sich ist nur ein Impulsgeber aber keineswegs der Grund dafür, warum Tausende wider
besseres Wissen rauchen. Der Grund liegt in der Gehirnwäsche, der sich die meisten Raucher unterziehen, um ihren
Konsum zu rechtfertigen. Aber dabei gibt es nur einen Grund: Und der ist die kleine Nikotinsucht, die große
Probleme machen kann.